Pressebericht

Der Verein Verantwortung für die Familie e.V., der aus dem 1978 gegründeten Freundeskreis Christa Meves hervorgegangen ist, veranstaltete vom 2. bis 4. Juli seine turnusmäßige Verbandstagung auf der Burg Rothenfels. An die 300 der mittlerweile auf 7000 angewachsenen Mitglieder des Vereins hatten sich zu einem Wochenende zusammengefunden, das mit hochkarätigen Vorträgen, Predigten und künstlerischen Darbietungen gefüllt war. Es ist das Ziel des Kreises, in der bedrängten Lage unserer Gesellschaft Tabuthemen aufzugreifen und als verantwortungsbewußte Christen konstruktive Konzepte zu entwickeln. Christa Meves betonte in ihrem Eröffnungsvortrag, wie nötig es ist, neue Akzente zu setzen. Ihre Warnungen und Prognosen für unsere Zeit,die sie seit 35 Jahren publiziert, seien eingetreten, und ein Aufwachen größerer Bevölkerungskreise sei erkennbar; denn der Aufbruch zu einer christlichen Kulturrevolution könnte nur von hier ausgehen.

Die Tagung war unter das Thema gestellt: „Auf dem Weg zum Menschen“.
Der Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen ,
der Psychologe Prof. Klaus Großmann von der Universität Regensburg,
die Direktorin des Instituts für Jugend und Gesellschaft Dr. Christl Vonholdt, Reichelsheim,
die Psychotherapeuten Dr. Horst Schetelig und Christa Meves beleuchteten das Thema von den einzelnen Fachbereichen her. Einhellig betonten sie, wie wichtig die feinfühlige Beachtung der natürliche Bedürfnisse des Kindes besonders des jungen sei. Dabei wurde deutlich, dass eine Veränderung zum Positiven nicht von mehr Dressur zu erwarten ist. Allein von wissender, gekonnter,liebevoller Mühewaltung könnte Besserung des gesellschaftlichen Status erhofft werden.

Drei Geistliche ergänzten diesen Tenor als mustergültig gelebte Ökumene, indem sie auf unsere Bedürftigkeit nach Christusnähe (Pastor Jens Motschmann), auf das Empfinden für die Weite der Schöpfung (Pfarrer Herman Kiefer) und auf die in der Diözese Salzburg bereits realisierte Mithilfe der Kirche bei der christlichen Aktivierung der Familie (Weihbischof Laun) hinwiesen.

Trotz dieser geballten Thematik kamen die Kinder nicht zu kurz. Sie mimten das Märchen „Vom Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Dabei war mehr beabsichtigt, als ihren Eltern ein Rätsel aufzugeben: Es sollte vermittelt werden, dass Glück, Mut und Tapferkeit sogar geeignet sein können, dem Geist der Zerstörung, der stets das Böse will, entgegenzuwirken, so dass Gutes,Neues entstehen kann.

Viele konstruktive Initiativen wurden fortgesetzt, beziehungsweise neu anberaumt:Ein Brief an den neuen Bundespräsidenten, der auf das Meves-Konzept „Mutter als Beruf“ hinweist, wurde abgesegnet und auf den Weg gebracht, die Unterschriftensammlung für dieses Programm, um dem Kinderschwund zu begegnen, wurde weiter geführt, die Initiative ECCM (Elterncolleg Christa Meves) – es sollen regionale Elternkreise gebildet werden – wurde vorgestellt. Die alten Mauern der Burg hallten auch wider von viel fröhlichem Gesang und hochkarätigem musikalischen Vortrag durch das Kobajashi-Duo.